So entstand Games/Bavaria

Bereits Jahre vor Games/Bavaria setzten sich Vertreterinnen und Vertreter der bayerischen Gamesbranche für die Unterstützung der Videospielbranche in Bayern ein. Eine Koalition aus ehrenamtlich Helfenden, namhaften Figuren aus der bayerischen Wirtschaft und dem Freistaat Bayern hatte seit geraumer Zeit zusammengearbeitet, um die Region zu stärken und weiterzuentwickeln. Einige wichtige Namen sind Hendrik Lesser, Clemens Hochreiter, Alexander Zacherl und weitere Mitglieder des Münchner IGDA-Chapters. Hinzu kam seit 2009 die finanzielle Unterstützung von Konzeptentwicklung, Prototyping und Produktion durch den FilmFernsehFonds Bayern.

Basierend auf der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Bayerischen Staatskanzlei und seinen Institutionen und den Vertretern der Gamesbranche wurde daran anknüpfend 2012 Games/Bavaria gegründet. Der Anlass dafür war eine Reise von 16 bayerischen Unternehmen zur Game Connection Europe nach Paris mit einem Gemeinschaftsstand vor Ort. Die Firmen traten dort gemeinsam erstmals öffentlich unter dem Label Games/Bavaria auf, um der bayerischen Gamesbranche ein professionalisiertes Gesicht zu geben. Vonseiten der Branche wurde die Reise von Johannes Roth organisiert, Mitgründer und Geschäftsführer von Mimimi Games.

Finanzielle Unterstützung für die Reise und für den Messebesuch kam von Bayern International. Auch der FFF Bayern unterstützte und finanzierte diese Delegation mit. Das Logo, das Johannes Roth als wichtig für den Games/Bavaria-Messeauftritt erachtete, kam mit einer damaligen Ziffer-7-Förderung des FFF Bayern zustande. Games/Bavaria war damit entstanden als ein Vermarktungslabel für Games aus Bayern und konnte auf den Beziehungen aufbauen, die Vertretende aus der bayerischen Spieleindustrie bereits etabliert hatten.

Games/Bavaria im WERK1

Die Branche übertrug das Label dann an die Politik zur freien Verwendung und seit 2013 steht der Name für ein institutionalisiertes, langfristig ausgelegtes Unterstützungsprogramm für die Gamesbranche in Bayern auf einer partnerschaftlichen Basis. Games/Bavaria zog dafür ein in den neu gegründeten Startup-Hub WERK1 mit einem eigenen Projektmanager Games und mit öffentlicher Förderung. Die Idee war ein WERK1 als Hub für die Gamesbranche, denn die Kooperation zwischen dem Freistaat Bayern und der Werksbesitzenden-Familie kam unter anderem durch Clemens Hochreiter zustande. Seitdem waren und sind im WERK1 einige Gamesfirmen beheimatet, und dort finden regelmäßig Events mit Games-Bezug statt.

Gefördert wurde Games/Bavaria zunächst von der Bayerischen Staatskanzlei, danach vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und seit 2019 vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales. Obwohl sich das Team von Games/Bavaria neu aufgestellt hat, ist die Mission gleich geblieben: Vertiefung und Ausbau der Beziehungen innerhalb der regionalen, nationalen und internationalen Spieleindustrie auf allen verfügbaren Plattformen mit dem Fokus auf Events, Information und Vernetzung.

Games/Bavaria und der Games Bavaria Munich e.V.

Seit dem Einzug in das WERK1 wurden alle von staatlicher Seite finanzierten Aktivitäten zur Unterstützung der bayerischen Gamesbranche unter der Marke Games/Bavaria zusammengefasst. Dadurch und mit Hilfe der Förderung durch den Freistaat Bayern konnten die Aktivitäten ausgeweitet werden. Games/Bavaria setzt den Fokus auf Bayern als Games-Standort mit all seinen Developern, Publisher, Dienstleistungsunternehmen, Organisationen, Einrichtungen und Institutionen.

Doch damit fehlte der Branche ein Label zur eigenen Interessenvertretung unabhängig von der Politik. Diese Leerstelle füllte die bayerische Entwicklerszene 2015 durch die Gründung des Branchenverbandes Games Bavaria Munich e.V.. Der GBM setzt sich ebenfalls für die Verbesserung der grundlegenden Bedingungen für Entwickelnde am Standort Bayern ein, fördert die regionalen Ausbildungsmöglichkeiten und unterstützt den kulturellen Aspekt von Games.

Games/Bavaria und der Games Bavaria Munich e.V. sind jeweils eigenständige Organisationen. Sie verstehen sich als Partnerschaft und arbeiten an vielfältigen Themen und Projekten, die Bayern als Games-Standort und bayerische Gamesfirmen unterstützen.

Meilensteine der
Gamesförderung in Bayern

2009

Wie alles begann…

Seit 2009 fördert der FFF Bayern Konzepte, Prototypen und Produktion von hochwertigen Videospielen. Diese direkte Fördermaßnahme ist der Beginn des staatlichen Engagements im Bereich Games in Bayern.

2012

Games/Bavaria wird gegründet

2012 wird für einen gemeinschaftlichen Besuch der Game Connection Europe in Paris von Unternehmern, unter der Federführung von Johannes Roth, das Label Games/Bavaria durch die bayerische Branche ins Leben gerufen.  

2013

Games/Bavaria zieht ins WERK1

Mit der Eröffnung des Startup-Inkubators WERK1 in München im Januar 2013 wurde ein Projektmanager Games zur Betreuung der Initiativen der Community angestellt, finanziell unterstützt von der Bayerischen Staatskanzlei.

2017

Games/Bavaria wächst

Mit der Erweiterung um eine weitere Stelle im WERK1 sowie beim FFF Bayern wurde 2017 die Initiative bestätigt und das Programm von Games/Bavaria ausgebaut.

2019

Starke Partnerschaften

Seit 2019 wird Games/Bavaria vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales gefördert. Mit u.a. dem WERK1 und dem FFF Bayern ist Games/Bavaria Teil eines Netzwerks mit starken Partnerschaften.

2020

Neuer Fokus: #GamesInBavaria

Mit einem neuen Team setzt Games/Bavaria 2020 den Fokus auf den Ausbau der Online-Aktivitäten und bietet neben Support und Vernetzung jetzt auch ausführliche Informationen über den Games-Standort Bayern.