Förderung

In Deutschland haben Gamesstudios verschiedene Möglichkeiten, sich für Fördergelder zu bewerben. Die Förderstruktur in Deutschland ist primär durch den Föderalismus geprägt. Das heißt, es gibt Förderinstitutionen, die speziell für ein oder mehrere Bundesländer zuständig sind. Seit 2019 unterstützt zusätzlich die Bundesrepublik Deutschland mit einem eigenen Förderprogramm die Entwicklung deutscher Games.

FFF Bayern

Gamesstudios mit Sitz in Bayern können beim FilmFernsehFonds Bayern Anträge zur Förderung ihrer Spiele stellen. Einreichungen sind in den drei Kategorien Konzeptentwicklung, Prototypenentwicklung und Produktion möglich.

Die Konzeptförderung erfolgt als Zuschuss, die Förderung der Prototypenentwicklung und der Produktion als bedingt rückzahlbares Darlehen. Einzelprojekte können in der Produktion bis zu 500.000 Euro erhalten. Auch eine Kumulierung der FFF Förderung mit der neu geschaffenen Computerspielförderung des Bundes ist möglich. 

Darüber hinaus gibt es für FFF-geförderte Spiele die Möglichkeit, sich für die Computec/FFF-Mediaförderung zu qualifizieren. Diese unterstützt die Veröffentlichung der Spiele mit kostenfreien Anzeigen. 

Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein eigener Games-Vergabeausschuss, der dreimal im Jahr tagt. Anträge können entsprechend zu drei Fristen gestellt werden.

Für 2021 gelten folgende Termine:

Einreichung bis bis 2. Februar 2021
→ Sitzung Vergabeausschuss 9. März 2021

Einreichung bis bis 1. Juni 2021
→ Sitzung Vergabeausschuss 6. Juli 2021

Einreichung bis bis 12. Oktober 2021
→ Sitzung Vergabeausschuss 9. November 2021

Wichtige Informationen zur Förderung findet ihr in der Richtlinie zur Förderung digitaler Spiele sowie im Merkblatt

Bevor ihr beim FFF Bayern einen Antrag stellt, empfehlen wir euch dringend, mit euren Ansprechpersonen Dr. Michaela Haberlander und Joannis Xenakis zu sprechen. Die beiden beraten euch zu allen Fragen rund um das Prozedere und eure Unterlagen.

Der Gamesförderung beim FFF Bayern wird durch das Bayerische Staatsministerium für Digitales finanziert.

Die bayerische Gamesförderung in Zahlen

Der FFF Bayern fördert seit 2009 digitale Spiele – und war damit die erste Förderinstitution in Deutschland, die diese in ihr Programm aufgenommen haben. Seitdem hat er maßgeblich zum Aufbau und der Stärkung der bayerischen Gamesbranche beigetragen.

Insgesamt 161 Gamesprojekte wurden mit 12.141.180 EUR gefördert (Stand Februar 2021): 

Konzeptentwicklung

0
Projekte
0€
Förderung

Prototypenentwicklung

0
Projekte
0€
Förderung

Produktion

0
Projekte
0€
Förderung

Eure Ansprechpersonen beim FFF Bayern

Dr. Michaela Haberlander hat die Gamesförderung seit ihrer Etablierung in Bayern in 2009 aufgebaut und mit Fachveranstaltungen wie die Update Games und die Gamesbergwanderung ergänzt. Als langjährige Filmförderreferentin bietet sie den Gamesschaffenden hervorragende Kontakte in die Film- und TV Branche. Beim FFF betreut sie alle Antragsteller in den Bereichen Prototypen- und Produktionsförderung.

Joannis Xenakis ist seit Dezember 2019 Förderreferent beim FFF-Bayern und betreut die Felder Konzeptförderung und Prototypenförderung VR. Zuvor arbeitete er vier Jahre als Producer und begleitete dort eine Menge Spiele von der Konzeptphase bis hin zur Veröffentlichung.

Entwicklung der Fördersummen von 2009-2020

2009:

0€

2010:

0€

2011:

0€

2012:

0€

2013:

0€

2014:

0€

2015:

0€

2016:

0€

2017:

0€

2018:

0€

2019:

0€

2020:

0€

Computerspieleförderung des Bundes

Im Jahr 2019 wurde die Pilotphase zur Computerspieleförderung des Bundes für kleinere Vorhaben bis 200.000 Euro Förderung umgesetzt. Welche bayerischen Spiele im Rahmen dieser sogenannten De-minimis-Förderung unterstützt wurden, könnt ihr hier nachlesen.

Die Einreichung von Anträgen für größere Förderbeträge ist durchgängig seit dem 28. September 2020 möglich. Insgesamt 250 Millionen Euro investiert der Bund in den kommenden Jahren in die Gamesbranche. Gefördert wird in den beiden Kategorien Prototyp und Produktion. Die Unterstützung erfolgt als Zuschuss und kann bis zu 50 % der deutschen Herstellungskosten abdecken.

Die Förderung ist beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) angesiedelt; Projektträger ist das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das heißt, dass das DLR kümmert sich um die Abwicklung der Förderung.

Alle Informationen zum Antragsprozedere und zu den erforderlichen Unterlagen findet ihr auf der Seite des BMVI. Die rechtliche Grundlage der Bundesförderung sind die Förderrichtlinie und der Förderaufruf.

Auf den ersten Blick können die Infos beim BMVI etwas überwältigend wirken. Aber auch bei der Bundesförderung habt ihr Ansprechpersonen, die euch unterstützen. Die E-Mail-Adressen und eine Hotline-Nummer findet ihr auf dieser Seite des BMVI unter “Fragen und Kontakt”. Zudem könnt ihr euch die Folien und Aufzeichnungen der bisherigen Beratungsseminare ansehen. Die Links dazu findet ihr, wenn ihr ganz nach unten scrollt.

Der game – Verband der deutschen Games-Branche e.V. hat außerdem die wichtigsten Fakten zusammengetragen. Hier erfahrt ihr alles, was ihr zu Beginn wissen müsst.

Die Bundesförderung in Zahlen*

De-minimis-Beihilfe

0
geförderte bayerische Projekte
0€
Gesamtfördersumme

*Basierend auf der visualisierten Beschreibungen der geförderten Projekte des BMVI.

Deutscher Computerspielpreis

Lange Zeit war der Deutsche Computerspielpreis (DCP) die einzige staatliche finanzielle Förderung. Als gemeinsame Initiative der Wirtschaft und des Deutschen Bundestags wird der DCP seit 2009 verliehen. Der Branchenverband game – Verband der deutschen Games-Branche prämiert gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland die Entwicklung innovativer Computer- und Videospiele „made in Germany“. Der DCP findet abwechselnd in Berlin und in München statt.

Einmal im Jahr wird dieser Förderpreis an Unternehmen vergeben. Diese müssen die Preisgeldern dann in ihre Projekte investieren. So wirkt der DCP als ein Fördermittel für deutsche Firmen und Spiele.